Achterspill
Achterspill
Timeline
März 2016
Arbeitsumfang und Machbarkeit wurde von den technischen Verantwortlichen geprüft. Danach wurde die Kettennuß von der sich nicht drehen Welle gezogen. Die Nuß dreht sich lose auf der Welle und wird über einen Mitnehmer erst aktiv. Steckt somit lose auf der Welle. Danach wurde unter großen Anstrengungen die Welle gezogen innerhalb von drei Arbeitstagen. Sie saß sehr fest.
April 2016
Auf der nun gezogenen Welle, welche sich jetzt im Maschinenraum befand um sie besser zu bearbeiten mußte die oberer der beiden Buchsen runter. Es war nicht möglich sie mit Druck oder wärme dort ab zu bekommen somit war nur noch eine Zerstörung der Buchse möglich. Wir haben die Buchse aufgeschnitten und so von der Welle abbekommen.
Welle mit ohne Buchse
Aufgetrennte Buchse
September 2016
Eine neue Buchse, sowie eine Überarbeitung der Welle mußte organisiert werden, sprich einen Zeichnung für die Buchse und ein Transport mußte organisiert werden. Die Zeichnung wurde Bordeigens erzeugt und den Transport konnten wir dank Rainer Thönnessen auch erfolgreich hin und zurück organisieren . Beim Rücktransport half uns der Zufall, das wir zu dem Zeitpunkt im Sandtorhafen lagen und man mit dem PKW direkt vor das Schiff fahren konnte, was das ganze sehr erleichterte.
neues Drehteil
übergedrehte Welle
Im Sandtorhafen haben wir die Welle nur in die untere Buchse gesteckt und das Fundament auf dem Hauptdeck , welches die Buchse aufnimmt aufnimmt. Zu der sich frei drehenden Welle konnte so ei massiver Fluchtungsfehler festgestellt. Die Welle ist in Längsrichtung mehr als 3 mm und in Querrichtung ca 2 mm aus dem Kurs. Somit konnte auch nie ein Drehen der Welle möglich sein. Das Glück ist uns hold gewesen , da das Fundament auf einem Ring der auf deck geschweißt ist verschraubt. Somit ist die Problemlösung einfach , Abbauen Stehbolzen raus Fundament um 22,5° drehen und nach der Welle wieder verschrauben. So ist der Plan!
Demontage des Fundaments
Konservierung
Oktober 2016
Das Fundament wurde von außen genagelt und geprimert um es nun auf dem Fundamentring zu montieren. Der E-Motor mit einer Leistung von 9 PS wurde aus dem Achterbunker rausgeholt und zur Überholung in den Maschinenraum verbracht. Der Motor dreht sich aber sehr leichtgängig , was hoffen läßt , daß er auch wieder eingebaut werden kann. Der Raum zwischen dem Deck und dem Fundamentraum ist nicht gemalt und nur „grob“ genagelt. Dieser Raum wird mit einem Konservierungsöl ausgespritzt werden.
konservierter Fundamentring
E-Motor ( sieht aus wie eine dicke Hummel ;o) )
Spillkopf mit Deckel
Kettennuss und Kontroller
Der Fundament ist mit Hilfe von Stellschrauben in Position gebracht worden und die Buchse mußte leicht nachgearbeitet werden. Danach ist der Ring Verstiftet worden, sodaß er in dieser Position liegen bleibt und wir nun die Löcher bohren können um den Ring zu Verbolzen. Nun muss alles wieder demontiert werden und konserviert werden.
Probelauf Motor
Das Fundament ist gebohrt und beschichtet. Der Zwischenraum ist mit Fluidfett ausgeschrichen und sollte somit für die Ewigkeit genug haben. Spillkopf, Kettnuss und Mitnehmerdeckel sind konserviert. Die neue Buchse in der Kettennuss hat noch unser Holger Küchler gedreht und Sie passte in die Nuss schon mal saugend schmatzend rein. Verbohren brauch man die nicht!
November 2016
Dezember 2016
März 2017
mechanische Vormontage
mechanische Montage
Am Sonnabend den 22.4.2017 war es soweit. bei absolutem „Traumwetter“ haben wir das Spill bis auf den den Antriebsdeckel montiert
Clemens, Björn, Christian, Kirstin und ich haben haben begonnen mit dem Anziehen des Fundamentrings. Danach haben wir die Buchse im selbigen noch ein ganz klein wenig nachgearbeitet und gegen verdrehen mit einer Madenschraube gesichert.
Dann Welle wieder Raus und das Zahnrad auf die Welle gesteckt. Was für ne Qual. Das aufstecken der Nuss und des Spillkopfes waren , vollkommen unproblematisch. Das Tollste ist, es sich jetzt auch noch das ganz dreht.
April 2017
September 2017
Helmut hat die gesamten Widerständen des Motors die im Achterbunker verbaut waren, nach dem Sie bereits von den Hapag-Lehrlingen im April demontiert wurden, auseinander gebaut die Kontaktstellen gereinigt und bereits wider zusammen gebaut.
Ein Test um zu sehen ob die Wärmeentwicklung für die Isolierenden Zwischenscheiben ggf zu groß ist , wurde ebenfalls schon absolviert und als positiv bewertet.
Der Plan ist gemacht um die Abschlußarbeiten durch zuführen, nun will die Arbeit nur noch gemacht werden !
Dezember 2017
Die Elektrik ist zusammen geklemmt und wird mit einem Netzgerät bei 9V = ein Probelauf durchgeführt.
Der Motor ist dort mehr als 10 Stunden per Summe nun eingelaufen. Dies war nötig, da wir natürlich auch die Kohlen erneuert haben.
Der Motor wurde unter Deck gebracht und endlich kann das Axiallager der Schnecke eingestellt werden. Die Kiste für die Elektrik ist fertig gemalt .
Januar 2018
gasdichtes Elektrik Kompart in der Achterpik. Hinten sieht man die Belüftung , die an Deck führt - Links die Kabeleinführungen
Der kleine Schwanen-
hals ist die Entlüftung für das Kompartment
Der Getriebekasten in der Achterpik. In das Loch wurde nun die Schnecke montiert, die auf das Zahnrad, welches an der Welle Lotrecht in der Mitte des Kastens herauskommt montiert ist und das Spill antreibt.
Nach der Montage des Nockenschalters wurden noch die Widerstände montiert und angeklemmt. Der Motor wurde provisorisch aufgelegt und das ganze System elektrisch ohne an dem Spill zum Probelauf über ein Netzgerät zum laufen gebracht.
Der Nockenschalter in dem Schaltkabinett gibt die Position für den Kontroller vor und nach der Montage des Schalters haben wir den Kontroller an Deck montiert . Dank Schura Zuschke, haben wir auch einen Holzfuß unter dem Kontroller montieren können. Das Eichenholz ist auf Maß verleimt , gedrechselt und dann mit Bitum aufs Deck aufgesetzt worden um dem Wasser keinen Diffusionsmöglichkeiten zu geben.
Der Antriebsdeckel wollte nun montiert werden. Der Deckel oberhalb des Spillkopfes ist der Antrieb. Der Kopf und die Ankernuss drehen sich lose auf der Welle . Durch eine Passfeder im Deck und die zwei Pinökel im Spillkopf wird erst das ganze zum drehen gebracht. Der schwarz gelb Deckel ist so angemalt, damit man sieht ob es sich dreht . Das wäre mit einem nur schwarzen Spill so nicht gegeben.
Nachlanger Suche waren wir erfolgreich und haben eine Hersteller für Drehelastische Kupplungen gefunden , da die alten verlustig waren. Unter Hilfe von Knall Maschinenbau konnten wir dann endlich den Flansch vom Motor zum Getriebekasten verbinden. Das Axiallager haben wir zwischen zeitlich auch montiert. Es dient dazu, die Schubkräfte von der Schnecke aufzunehmen.
Es dreht unter der Spannungsversorgung des Netzteils. Das Axiallager macht noch einige unangenehme Geräusche, allerdings stellt dies nur noch einen Einstellarbeit dar.
„ES IST VOLLBRACHT“
Johannes 19:30
Pünktlich zum Hafengeburtstag, haben wir das Spill auf das Krannetz aufgelegt und Probelaufen lassen. Das Axiallager final eingestellt und auf 40 Liter Fließfett aufgefüllt. Somit ist diese Projekt abgeschlossen und wir werden uns dem nächsten annehmen.
NACH mehr als 30 Jahren Stillstand :
April 2018
Februar 2018
März 2018
Was ist ein Achterspill oder Spill ? Die englische Übersetzung lautet Capstan. Es ist eine Art Winde, die lotrecht steht. Es wird für das Hieven und Fieren des Ankers oder zum stramm ziehen von Festmacherleinen benutzt. Man holt damit den Kran an die Pier um Ihn dort anzubinden.
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